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Grüne Umweltpolitik: Werraversalzung bleibt

montekali
Die Salzhalden-Skyline an der Werra,
aus der Ferne von der A 4 bei Herleshausen-Wommen fotografiert

Mit einer Resolution sollte der Kreistag den Bau einer Nordsee-Pipeline für eine salzfreie Werra fordern. Mit einem 4-Stufenplan aus dem Landesumweltministerium, wurde das Aus der Nordsee-Pipeline erklärt. Die Resolution wurde überarbeitet, dem Kreistag am 07.11.2014 erneut vorgelegt und ohne Zustimmung der FWG beschlossen.

Hier die Forderung der Resolution:
„Der Kreistag des Werra-Meißner-Kreises fordert die Landesregierung auf, das Unternehmen K+S auf eine umweltgerechte Entsorgung seiner laugenhaltigen Abwässer zu verpflichten und im Falle einer Verlängerung der Versenkerlaubnis sicher zu stellen, dass Gefährdungen des Grundwassers ausgeschlossen werden. Weiterhin erwarten wir von der Landesregierung, dass dem Unternehmen aufgegeben wird, alle technischen Möglichkeiten zur Reduzierung von Produktions-und Haldenabwässern zu nutzen. Dabei ist zu beachten, dass etwa 6000 Arbeitsplätze und die damit verbundene Wertschöpfung durch den Kalibergbau in der Region nicht gefährdet werden.“

Damit ist die weitere Versalzung der Werra akzeptiert. Die ganze Resolution gibt es hier als pdf-Datei zum Herunterladen:

141107 Werra-Resolution

Die im Kreistag zur Resolution gehaltene Rede v. Andreas Hölzel:

„Es ist eine gemeinsame Resolution von L. Quanz für die SPD und S. Erfurth  Bündnis 90/Grüne. Ihnen Herr Quanz nehmen wir von der FWG die Ehrlichkeit und Redlichkeit an der Resolution und unseren gemeinsamen Kampf gegen die Salzlaugeneinleitung in die Werra und gegen die Verpressung in die Dolomiten ab.

Frau Erfurt, als Kreistagsabgeordnete haben auch Sie Grund dazu.

Was mir aber das Blut zum Kochen bringt ist, dass Sie als Landtagsabgeordnete, als stellvertretenden Fraktionsvorsitzende der Bündnis 90/Grünen im Hess. Landtag und somit in Regierungsverantwortung genau das Gegenteil von dem was Sie hier in dem Resolutionstext schreiben mit auf den Weg gebracht haben und den Frevel des 4 Phasen Plans auch noch schönreden!

Für welche Werte steht diese Partei eigentlich noch? Für uns sind jedenfalls keine mehr  ersichtlich. Wir haben auf Sie gesetzt und sind bitter enttäuscht worden.

Zurück zur Resolution: hier teilen wir die Bemerkung des Kollegen Landau von der CDU, dass in dem Resolutionstext nichts Falsches steht und man im Großen und Ganzen das teilen könnte. Meine Damen und Herren, wir wissen, seit eineinhalb Wochen, dass die Oberweser Pipeline geplant wird und auch kommen soll. Diese ist ungenügender Bestandteil Ihrer Resolution, denn diese Pipeline könnte die bisherige, in unseren Fluss  eingeleitete Salzlauge mitaufnehmen und somit unsere Werra salzfreier machen!

Eine Haldenabdeckung mit heutiger neuer Abdecktechnik, welche den heutigen Abraum, also die Halde, als Wertstoff schützt und bei der auch keine Salzlauge mehr entstehen würde, bleibt völlig unberücksichtigt.

Meine Damen und Herren, die Freien Wähler bleiben bei unserer, Ihnen kommunizierten Haltung und werden der Resolution, wegen ihrer inflationären Signale und zahnlosen, eher unverbindlichen Forderungen nicht zustimmen.“

Hier wird uns eine „strahlende Zukunft“ vorhergesagt:
http://www.frauderfeder.de/component/k2/jeder-hat-die-wahl