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Update am 03.11.2014. Werraentsalzung bis 2075 – Der Plan ist Makulatur

Nachtrag vom 3.11.2014:
Ein Referent des Landes erläuterte heute in der Umweltausschusssitzung des Kreistages den Stufenplan zum zukünftigen Umgang mit der Salzproblematik.
Eine Stufe soll der Bau einer Pipeline an die Weser sein.
Diese Pipeline soll aber NICHT der Entsalzung der Werra dienen, sondern eine zusätzliche Einleitung von Salzlauge in die Weser, bis zum zulässigen Werra-Grenzwert der auch in der Weser gilt, ermöglichen. Durch den Zulauf der Fulda und vieler Bäche nach Heringen in die Werra, ist der Salzgehalt im Wasser weit unter dem Grenzwert, was eine Einleitung nach dem Zusammenfluss von Werra und Fulda bis zur Erreichung des Grenzwertes ermöglicht und wirtschaftlich interessant macht.
Dank Pipeline bis zur Weser hätten wir dann auch in der Oberweser eine Versalzung, wie in der Werra bei Heringen. Die Einleitung in die Werra bleibt wie bisher.
Der Plan bis 2075 ist also nicht nur Makulatur, sondern auch ein Kniefall vor der Kaliwirtschaft.

Weiter mit dem bisherigen Beitrag.

Zum Plan der Hessischen Landesregierung und K+S die Werra bis 2075 zu entsalzen:

“April, April“ jetzt auch im September?
Mit einem 60 Jahre dauernden Stufenplan soll nun die Werra salzfrei werden. Wenn nicht September wäre, könnte man meinen dies sei ein Aprilscherz.
Für die FWG Werra Meißner ist der Stufenplan das Bekenntnis, das Problem der Werraversalzung durch die Kaliindustrie nicht lösen zu können. Auch wenn es keine Halden mehr gäbe, würde die über 100 Jahre in den Untergrund verpresste Salzlauge noch weit über 60 Jahre hinaus für eine Versalzung der Werra sorgen. Die Halden sollen nun doch abgedeckt werden, damit die Salzlaugenentstehung durch Regen endet und die Pipeline soll nur bis an die Oberweser gebaut werden, sie soll die Salzlauge aufnehmen, die nicht mehr verpresst werden darf.
Vor Ablauf des 60 Jahre währenden Stufenplans endet aber die Kaliproduktion. Wer stellt sicher, dass der Stufenplan dann noch bis zum Ende fertiggestellt wird?
Für die FWG scheint es aber einen nicht genannten Grund zu geben, der in Wirklichkeit zum Handeln zwingt:
Erst im letzten Jahr wurde eine Pipeline in Betrieb genommen, die Salzlauge von Neuhof bei Fulda ins Werrarevier bei Heringen transportiert. Offensichtlich führt die zusätzliche Salzlauge zu Entsorgungsproblemen, die eine Verlängerung der Neuhof-Pipeline an die Oberweser nötig macht.
Für die FWG ist der Stufenplan daher nur Makulatur, der nur dazu dient, die heutigen Entsorgungsprobleme zu entschärfen.