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Fragen zur Schlosssanierung und dem Breitbandausbau

Schlosssanierung Landgrafenschloss

Fragen der FWG-Kreistagsfraktion für die Kreistagssitzung am 02. Juni 2014

Die beim Rundgang durch das Schloss gewonnenen Eindrücke haben unsere von Anfang an ausgesprochene Befürchtung bestätigt, dass der Zustand des Schlosses, insbesondere des ältesten Teils, eine Kostenplanung sehr schwierig macht und es zu befürchten ist, dass nicht geplante, kostenintensive Arbeiten im erheblichen Umfang nach dem Baubeginn nötig werden können.

Nach dem uns vorgelegten Zeitplan soll die Sanierung in Witzenhausen beginnen und in der alten Sparkasse, An den Anlagen, in Eschwege fortgesetzt werden. Danach soll in der dritten Bauphase mit den Arbeiten im ältesten Teil des Schlosses begonnen werden.

Falls es dabei zu kostenintensiven Problemen kommt, könne über die Sanierung neu entschieden werden, wurde mitgeteilt.

Unsere Fragen dazu für die Kreistagssitzung am 2. Juni 2014:

1. Wer hat die den Gremien vorgelegte Planung zur Schlosssanierung erarbeitet? Ist sie ausschließlich durch das kreiseigene Personal erstellt worden?
2. Gab es Voruntersuchungen der Immobilie im Hinblick auf die geplante Sanierung?
3. Wer hat diese Untersuchungen durchgeführt und wann erfolgten sie?
4. Wurde der Rat von Spezialisten für Denkmalsanierungen eingeholt? Wenn ja, bei wem und welche Referenzen für Sanierung historischer Bauwerke liegen vor?
5. Wurde das von Ihnen angeführte Beispiel der Sanierung des Fuldaer Schlosses durch ein Fachbüro begleitet? Wurden dort Sanierungsplan und Kostenrahmen eingehalten?
6. In den ersten Plänen zur Schlosssanierung Landgrafenschloss war der Einbau nur eines Fahrstuhls geplant. Die aktuellen Unterlagen der Sitzung vom 7.5. enthalten jedoch zwei Fahrstühle. Wann und aus welchem Grund wurde der zweite hinzugefügt?
7. Warum schlägt der zweite Fahrstuhl nicht durch höhere Kosten in den aktuellen Unterlagen zu Buche, als sie uns bereits in der Ursprungsplanung genannt wurden?
8. Gibt es einen Alternativplan der Verwaltung für den Fall, dass es zum Stopp der Schlosssanierung kommt und wie lautet er?

Projekte, wie die geplante Schlosssanierung, werden in der Regel von externen Planungsbüros und Gutachtern, die auf Denkmalpflege und Denkmalsanierung spezialisiert sind, vorbereitet und begleitet, um Risiken sicher einzuschätzen und zu minimieren.
(Siehe hierzu z.B. die Diplom-Arbeit „Kosten- / Risiko-Analyse-System für Sanierungsprojekte“ von Daniel Fehlhaber, Bauhaus-Universität Weimar, 2005, S. 46 ff, und ähnliche Veröffentlichungen und Internetauftritte entsprechender Sanierungsbüros.)
Im Vorfeld dieser Planungen sollte es dazu Voruntersuchungen durch mit Denkmalsanierung erfahrenen Experten geben. Von entsprechenden Gutachten wurde uns im Finanzausschuss bisher noch nicht berichtet.

Ausbau des Breitbandnetzes in Nordhessen

Im Werra-Meißner-Kreis ist der Breitbandausbau bis 2020 bisher mit einer eigenen Gesellschaft der nordhessischen Landkreise vorgesehen.
Der Landkreis Darmstadt-Dieburg baut offensichtlich wesentlich günstiger und schneller mit der Telekom ein Glasfasernetz mit über 95% Abdeckung in den nächsten drei Jahren aus, was hier bisher nicht möglich sein sollte.
Der Kreisausschuss wird gebeten, zu klären, ob der Ausbau des Breitbandnetzes mit der Telekom im Werra-Meißner-Kreis möglich, rascher und günstiger wäre als der Ausbau mit einer eigenen Gesellschaft.

Die Fragen der FWG-Kreistagsfraktion zur Kreistagssitzung am 02. Juni 2014:
1. Wie ist der Stand der Arbeit der neuen Infrastrukturgesellschaft?
2. Wie ist der Stand der Verhandlungen der Infrastrukturgesellschaft „Breitband Nordhessen GmbH“ mit der Deutschen Telekom zur Zusammenarbeit bei der Verlegung der Glasfaserverkabelung und Breitbandversorgung in den nordhessischen Landkreisen?
3. Ist die Telekom an einer Zusammenarbeit interessiert?
4. Welche Kosten könnten durch Nutzung der Telekom-Infrastruktur (z.B. vorhandene Leerrohre) von der Breitband Nordhessen GmbH eingespart werden?
5. Welche Auswirkungen hätte die Zusammenarbeit mit der Telekom auf die zeitliche Umsetzung der Breitbandanschlüsse?