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Schlosssanierung: Schrittweise sanieren, statt optimieren um jeden Preis

Hier
die Position der FWG zur Schlosssanierung,
ein Fragenkatalog und
ein Antrag für die Kreistagssitzung am 14.02.2014.

Zum herunterladen:
die Tagesordnung der Kreistagssitzung mit Erläuterungen 140214 Kt TOP
alle Varianten der Schlossanierung alle_Varianten_Schlosssanierung
die vier ausgewählten Varianten der Schlosssanierung Variantenauswahl

Die Position der FWG zur Schlosssanierung

Schlosssanierung: Schrittweise sanieren,
statt optimieren um jeden Preis

Die FWG-Kreistagfraktion ist für den Erhalt der historischen Substanz des Landgrafenschlosses, aber nicht für eine Herrichtung zu einem optimierten Verwaltungsgebäude um jeden Preis, schon gar nicht unter überstürzten Bedingungen.

In den, in der Finanzausschusssitzung ausgehändigten zwei Papieren, wurden in der Sitzung Zahlendifferenzen festgestellt und die Empfehlung ausgesprochen, sich nur das große Blatt mit den vier Varianten vorzunehmen, das sei ohne einen Zahlendreher, somit auch das Richtige. Wenige Tage später und bezüglich differierend benannter € Beträge in den Presseveröffentlichungen erfährt die FWG-Fraktion durch einen Anruf bei dem 1. Kreisbeigeordneten Dr. Wallmann, dass doch das andere Blatt das Richtige sei, in dem aber auch noch Änderungen und ggf. Prüfungen vorgenommen werden.

Unter diesen Bedingungen muss davon abgesehen werden, schon in der Kreistagssitzung am 14.02. über die Sanierung final zu entscheiden. Alleine diese Vorkommnisse können keine Grundlage dafür sein, die favorisierte Variante als die Beste zu erklären.

Hinzu kommt, dass die von SPD und Kreisverwaltung favorisierte Variante, wegen der geplanten Vorgehensweise die große Gefahr verbirgt, dass die Kostenentwicklung zum Fass ohne Boden wird. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Kosten für die Sanierung eines solch alten Gebäudes, durch während der Sanierung auftretende, nicht kalkulierte Gebäudeschäden, völlig aus dem Ruder laufen.
Die favorisierte Variante sieht vor, dass vor dem Beginn der Schlosssanierung als Erstes das Gebäude der ehemaligen Sparkasse für 2,5 Millionen € optimiert und als Ausweichquartier für das Personal aus dem Schloss, während der Bauzeit genutzt werden soll. Sollte es aber später, bei der Schlosssanierung zu kostenintensiven Problemen
kommen, ist ein Abweichen von der geplanten Vorgehensweise durch das bereits ausgegebene Geld erschwert, evtl. gar nicht mehr möglich.

Die FWG ist daher für eine schrittweise Sanierung, aber beginnend im ältesten und problembehaftesten Teil des Schlosses.
Die FWG favorisiert die preisgünstigste Variante 8b, die die Erfüllung der Brandschutzauflagen, der Herstellung der Standsicherheit der Dachkonstruktion, den Anbau eines Toiletten- und Aufzugtraktes sowie eine energetische Optimierung des Schlosses beinhaltet.
Läuft die Sanierung wie geplant und lassen es die Kreisfinanzen zu, kann der Umfang der Sanierung jederzeit erweitert werden.
Bei erkennbarer Kostenexplosion, besonders im 400 Jahre alten Teil des Gebäudes, muss die Eventualität gewährleistet bleiben, dass die Sanierung gestoppt werden, und vom Kreistag neu überdacht und umgeplant werden kann.
Die für die Bauzeit als Ausweichquartier vorgesehenen kalkulierten Kosten für Container in der Variante 8b mit einem Betrag über zwei Millionen EURO, lassen sich durch Nutzung von kreiseigenen, leer stehenden oder weitesgehend ungenutzte Räumen, zum großen Teil einsparen.
Nach der Schlosssanierung kann auch die Miete für die Räumlichkeiten in Oberhone, durch Umzug der dortigen Abteilungen in die als Ausweichquartier genutzten kreiseigenen Räume eingespart werden.
Mit der eingesparten Miete ist die Variante 8b mit Abstand am kostengünstigsten.
Sollten es die Kreisfinanzen zulassen, kann nach abgeschlossener Schlosssanierung über die Optimierung des alten Sparkassengebäudes nachgedacht werden.

Die schrittweise Sanierung entspricht besser den „ökonomischen Gesichtspunkten“ der heutigen Zeit, als von SPD und Kreisverwaltung favorisierte Komplettsanierung.
Mit ihr kann leichter auf die Kostenentwicklung der Sanierungsarbeiten reagiert werden und sie minimiert das Risiko einer Kostenexplosion ausgeliefert zu sein. Die Sanierung, wie von SPD und Verwaltung favorisiert, bleibt nicht ausgeschlossen.

Da der Vorschlag der FWG auf der Variante 8b fußt, jedoch den Wegfall der Mietkosten in Oberhone und keine Kosten für Container berücksichtigt, würden die investiven Kosten pro Jahr weit unter 200.000,00€ betragen und die 322.000,00€ des Verwaltungsfavorit Nr. 7 weit unterschreiten.

Die Gesamtkosten des FWG- Vorschlages würden nur etwa 9 Millionen € und nicht 15, 5 Mio.€ wie in Variante 7 betragen und somit 6,5 Millionen Euro des Mitbürgers Steuergeld einsparen können.

Der Fragenkatalog der FWG zur Schlosssanierung

1) Welche Beteiligungsmöglichkeiten des Kreistages sind während der laufenden Schlosssanierung vorgesehen?

2) Welche Kriterien sprechen für eine Zentralisierung der Kreisverwaltung?
Reichen die zu Zeit zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten nicht aus, um Teile der Kreisverwaltung kostengünstig und dezentral unterbringen zu können?

3) Gibt es kreiseigene, z.Zt. geringfügig oder gar ungenutzte Räumlichkeiten, welche man auch zur Nutzung als Verwaltungsräume herrichten könnte?

4) Wie ist der aktuelle Raumbedarf und die Nutzung der Verwaltungsräume?
Wie ist, bei der Umsetzung von Variante 7 und nach erfolgter Sanierung, der zukünftige Raumbedarf und die Nutzung geplant?

5) Was passiert, wenn ein Worst Case Szenario entsteht / wenn also nach Erkenntnissen eine über 20 % Kostensteigerung zu befürchten ist?

6) Wie sollen einzelne Bauabschnitte und deren Kostensteigerung behandelt werden?

7) Wie begründen sich die 2.5 Mio € für die Renovierung und Umbau Verwaltungsgebäude II?

8) Welche Faktoren wurden bei der Ermittlung von Betriebskosten fixiert und wurde für die „eingesparte Betriebskosten“ herangezogen, so dass die Einsparung in Variante 7 die höchste darstellt?

9) Wie begründen sich die 6.715.000,00€ bei einem Neubau?

10) Wie begründen sich die 6.715.000,00€ bei Kauf und Umbau (Post)?

11) Wie begründen sich die 6.715.000,00€ bei Kauf und Umbau (Schlosshotel)?

12) Wie begründen sich die Investitionen bei Kauf Schlosshotel, wenn man mit dem Eigentümer noch nicht einmal Kontakt, schon gar nicht über einen Kaufpreis verhandelt hat?

Der Antrag der FWG zur Schlosssanierung

(am 14.02. aktualisiert)

Antrag zum Tagesordnungspunkt 4
der Kreistagssitzung am 14.Februar 2014

Alternative Variante zur Schlosssanierung

Der Kreistag möge beschließen:

1. Vom Kreistag wird zunächst die Variante 8b, die die Erfüllung der Brandschutzauflagen, die Herstellung der Standsicherheit der Dachkonstruktion, den Anbau eines Toiletten- und Aufzugtraktes sowie eine energetische Optimierung des Schlosses beinhaltet, aber auch die Investition am Kreishaus in Witzenhausen (250.000,00€) beschlossen. Die Sanierung beginnt mit den Arbeiten, die von den Kosten her am schwierigsten zu kalkulieren sind.

2. Die für die Bauzeit als Ausweichquartier vorgesehenen und kalkulierten Kosten für Container von über zwei Millionen Euro sollen durch Nutzung von kreiseigenen Räumen, die zurzeit nur geringfügig oder gar nicht belegt sind, eingespart werden.

3. Sollte es während den Arbeiten zu einer voraussichtlichen Kostenentwicklung kommen, die den in der Variante 8b vorgesehenen Rahmen überschreitet, ist dies dem Kreistag unverzüglich zu berichten, damit der Kreistag über die weitere Vorgehensweise beraten kann.

4. Die Einsparung der Miete für die Räumlichkeiten in Oberhone durch Umzug der dortigen Abteilungen in die vorher als Ausweichquartier genutzten oder andere frei werdende kreiseigenen Räume ist im Rahmen der Sanierung als auch unabhängig von der Sanierung durch den Kreisausschuss zu prüfen und das Ergebnis dem Kreistag zur weiteren Beratung vorzulegen.

5. Bleiben die Kosten der Sanierung nach der Variante 8b im vorgesehenen Rahmen, und lassen es die Kreisfinanzen zu, wird nach Rechnungsabschluss der Variante 8b über die Optimierung des alten Sparkassengebäudes zu Verwaltungszwecken und weitere Arbeiten im Schloss im Kreistag beraten werden.