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Schattenseiten der erneuerbaren Energien

Unser Staat ist hoch verschuldet.
Für zukunftsorientierte Anschubinvestitionen ist eigentlich schon lange kein Geld mehr da.
Daher wurden andere Geldquellen gesucht.
Zum Beispiel subventioniert man Biogas-, Solar- und Windkraftanlagen mit Abgaben über den Strompreis.
Abgaben über Umwege zu erheben ist schon lange gängige Praxis, aber ist es in Ordnung?

Doch nicht nur die Finanzierung der erneuerbaren Energien ist zu hinterfragen, wie es ein an die FWG gerichtetes Schreiben zeigt:

Windparks im Werra-Meißner-Kreis. 

Dächer voller Photovoltaik-Anlagen, Berge mit Windparks, sind das nicht die Zeichen der Zukunft? In einer Zeit der Illusionen sollte man doch mal vernünftig die Fakten analysieren. Nachdem der Crash den Solarmarkt schon erreicht hat, will ich mich einmal der Hauptquelle der alternative Zukunftsvisionen, der Windkraft zu wenden. Die Solarenergie und die Windenergie haben ein paar wesentliche Nachteile gemeinsam, ihr Angebot schwankt völlig unvorhersehbar zwischen null und hundert Prozent der Anlagenleistung, die Jahresvolllastzeiten liegen dabei bei Solar etwas bei 1000 (von 8760) Stunden, bei Windkraft zwischen ca. 1500 bis (angeblich) ca. 3000. Die Anlagen liefern ca. 1/3 des Jahres überhaupt keinen Strom und z.B. Windkraftanlagen weitere ca. 50 % der Zeit nur maximal ca. 10 – 40% der Nennleistung, nur wenige Stunden im Jahr wird Volllast gefahren. Der Stromverbrauch hat aber einen sich immer ähnlichen täglichen bzw. wöchentlichen Rhythmus mit zusätzlich höherer Abnahme im Winter. 

Da sich Strom in größeren Mengen kaum und in sehr großen (hier benötigten) Mengen praktisch überhaupt nicht speichern lässt, ergeben sich eine Menge von Problemen, die einen hohen Anteil von Windstrom problematisch machen.
Nehmen wir der Einfachheit halber an, das bisherige Stromangebot der Atomkraftwerksblöcke Biblis A und B (je ca. 1000 MW) sollte durch Windanlagen plus Speicher und Reservekraftwerke (Erdgas) sichergestellt werden. Nimmt man an, dass die Windanlagen „offschore“ in der Nordsee häufig mit 1/3 ihrer Nennleistung (heute ca. 3 MW) Energie liefern (also jede Anlage mit 1 MW), wären folgende Investitionen erforderlich: 2000 Windkraftanlagen, Hochspannungstrasse Nordsee-Rhein-Main-Gebiet, 2 Pumpspeicherseen (oben und unten), Pumpspeicherkraftwerk, Hochspannungstrasse, Nordsee-Pumpspeicherwerk, Hochspannungstrasse Pumpspeicherwerk-Rhein-Main-Gebiet, mehrere große Gaskraftwerke, zusätzliche Gastrassen, Hochspannungstrasse Gaskraftwerke-Rhein-Main-Gebiet. Man baut also statt einem Kraftwerk drei (Wind, Pumpspeicher, Gas) und baut zusätzlich zum vorhandenen Netz vier Stromhochspannungsleitungen und mindestens eine Gasleitung. Irrsinnige Investitionen, die noch keiner berechnet hat, ebenso die Vorhaltekosten von Kraftwerken, die nur als Reserve bereitstehen. Aber auch dafür fallen laufende Betriebskosten an.

Letztlich begeben wir uns in noch größere Abhängigkeit von z.B. Russland. Die EEG-Umlage deckt aber nur die Einspeisekosten für den Windstrom ab, die restlichen Kosten werden auch den sonstigen Strompreis in ungeahnte Höhen treiben. Allein in der Kernstadt Bad Sooden-Allendorf zahlen die Stromabnehmer ca. 1,1 – 1,2 Mio. Euro pro Jahr an EEG-Umlage (über 20 Mio. kWh * 5,3 ct./kWh), mit den Ortsteilen dürften also fast 1,5 Mio. Euro sein. Bei einer nochmaligen Verdopplung des regenerativen Stroms dürfen wir also ca. 3 Mio. Euro/Jahr zahlen müssen!

Wer spart hierbei eigentlich? Sparen tut niemand, aber einige wittern das große Geschäft unter dem Deckmantel des Klimaschutzes, zahlen tun es nur die Abnehmer. Wussten Sie, dass der durchschnittliche CO2-Ausstoss pro Kilowattstunde Strom von 1997 bis 2012 nur um 3,6 % zurückgegangen ist? Das gleiche Ergebnis hätte man auch erreicht, wenn der Braunkohlestromanteil um 2 %-Punkte reduziert worden wäre und der Anteil des Stroms aus Erdgas nur um 2 %-Punkte gestiegen wäre. Bei allen herkömmlichen Kraftwerken gehen 2/3 der eingesetzten Energie als Abwärme verloren, hätte man nur ein Viertel dieser Menge sinnvoll genutzt, wäre der Klimaschutzeffekt ca. dreimal so hoch gewesen wie die Einsparungen durch Wind- und Solarstromanlagen. Es hätte keiner Subventionierung von unrentabler Erzeugung bedurft, keinen Pumpspeicherwerken (die innerhalb eines Tages leerlaufen), keinen Ersatzkraftwerke und keinen zusätzlichen Strom- und Gasleitungen. Allerdings hätte diese Alternative einen großen Nachteil für alle Befürworter der erneuerbaren Energien gehabt, man hätte weder als Planer, noch als Anlagenbauer oder als Kapitalanleger am großen Geldrad drehen können und zig Millionen einfacher Bürger in einem exorbitanten Umfang melken können. Klimaschutz, der nicht kostet oder gar Kosten senkt ist nicht erwünscht. Es muss alles schön teuer sein. Das ist es auch geworden, aber leider auch ökologisch und ökonomisch wahnsinnig ineffizient. Wann merken wir eigentlich welches Fass wir mit dieser Strategie aufgemacht haben? Es wird der Volkswirtschaft und jedem einzelnen Normalbürger über Jahrzehnte völlig unnötige Belastungen auferlegen.