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Nicht alles „schön“ beim neuen Eschweger Marktplatz

Die Feststellung des Stadtverordnentenvorstehers Montag, dass ihm anlässlich des fast fertig gestellten und am 1.Juni zu eröffnenden Eschweger Marktplatzes aufgefallen sei, dass ihn „plötzlich alle schön finden“  und er eine Parallele zum Stadtbahnhof bemerkt, ist geradezu  an der Sache vorbei, meint die FWG Eschwege.
„Schönheit“ beim Eschweger Stadtbahnhof ist relativ.
Und ob die 2 x 2.5 Meter hohen Edelstahltürme, Mitten auf dem umgestalteten Marktplatz, flankiert von ausländischen  Gleditschien-Bäumen schön sind, sollte doch dem jeweiligen Betrachter selbst überlassen werden.

Es ging der FWG Eschwege bei der Umgestaltung des  historisch geprägten Marktplatzes nicht um die Abwägung von schön oder hässlich, sondern um die Fragen der Notwendigkeit, der Finanzierbarkeit und was die Umgestaltung dem Bürger Eschweges bringt.
Bei der Beantwortung der Fragen ist zu berücksichtigen, dass die Umgestaltung des Marktplatzes den Steuerzahler über  700.000€ kostet. Dafür hat er eine öffentliche Toilette und mind. 6 Parkplätze im direkten Umfeld weniger.
Auch über die Länge der nun 1 jährigen Baumaßnahme sind die Anrainer, die dort ansässigen Gastronomen und Geschäftsleute unglücklich. Die Umsatzeinbußen sollen nach  Informationen der FWG beträchtlich sein.
Und  was der Öffentlichkeit bisher nahezu immer verschwiegen wurde:
Weitere, ca. 500.000,00 €, mussten von den Stadtwerken für die Erneuerung der völlig intakten und vermutlich noch viele Jahrzehnte ihre Arbeit verrichtende Trafostation ausgegeben werden. Weil die Deckentraglast der alten Station, die durch die Neugestaltung des Marktplatzes auch mal von einem schweren LKW überrfahren werden könnte, nicht mehr genügte. Das war nicht geplant und wurde erst während der Baumaßnahme bekannt und erforderlich. Dadurch verlängerte sich die Bauzeit enorm und die Kosten müssen im Endeffekt von den Kunden der Stadtwerke aufgebracht werden.

Die Äußerungen des SPD Fraktionsvorsitzendem Feiertag  und  Stadtverordneten  Martin Große, Bürgermeister Heppe sei in einer komfortablen Lage. Wenn etwas schief geht, ginge es an die Rot-Grüne Mehrheit, wenn es gut ginge, kann es sich der Bürgermeister gut schreiben, wertet die FWG Eschwege als nicht zutreffend, geschmacklosen und überflüssigen Affront.

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