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(K)Ein Weihnachtsmärchen

Die wahren Retter

Es war einmal ein Städtchen hinter den sieben Bergen, dem ging es richtig gut.
Da das Land zweigeteilt war, gab es großzügige Subventionen und viele Leute waren zu Gast.

Doch als das Land sich glücklicherweise wiedervereinte, versiegten diese Quellen.
Die Obersten der Stadt verordneten flugs Investitionen für die Zukunft und gaben weiter Gelder in Hülle und Fülle aus.

So wurden in wenigen Jahren 80 Millionen Euro Schulden angehäuft.
Eines Tages wurde aber ein kommunaler Rettungsschirm vom Lande Hessen beschlossen.

Erst jetzt wurde bemerkt, daß 80.000.000,00 nicht nur eine Zahl mit vielen Nullen war, sondern man mit echtem Geld bei Banken in der Kreide steht.

Zehn Monate passierte nichts, gar nichts! Aber dann wurde es wirklich ernst.
In wenigen Sitzungen wurden Sparmaßnahmen beschlossen, um dann festzustellen, daß diese bei weitem nicht ausreichten, um die Voraussetzungen für den Rettungsschirm zu erfüllen.

Da die teuren Strukturen im Großen und Ganzen erhalten werden sollten, mußten eben in Zukunft die Bürger verstärkt herhalten.
Voller Stolz klopfte sich ein Großteil der Stadtväter auf die Schultern, sie gingen in die nächste Wirtschaft und fühlten sich als wahre Retter der Stadt.

Doch es kam anders, leider ganz anders. Die Folge war – die Stadt wurde jedes Jahr leerer und öder. Viele Einwohner zogen mit ihren Kindern fort, neue kamen nicht mehr. Die Läden wurden geschlossen, immer weniger Gäste wollten die Stadt besuchen und Tiere gab es bald auch nicht mehr.

Nur im voll besetzten Rathaus regte sich noch Leben. Dort wurde weiter verwaltet und über die nächsten Investitionen für die Zukunft nachgedacht.

Ulrich Heffner

Hier können Sie einen Mitschnitt mit Ulrich Heffner, aufgenommen in der Stadtverordnetenversammlung, ab 2:57, sehen:( http://www.youtube.com/watch?v=RWEfx0nz4Tg )