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Obermühle in Reichensachsen – Die Schmach getilgt?

Vor drei Jahren, am 15.11.2009, gab es in Wehretal einen Bürgerentscheid.
Die Gemeinde erhielt den Auftrag, die Obermühle zu verkaufen und nicht zu sanieren.
(Über den Bürgerentscheid: https://www.fwg-wmk.de/234/burgerentscheid-am-15-11-uber-die-obermuhle/ )
Ein Bürgerentscheid ist drei Jahre unumstößlich.

Drei Jahre verstrichen, am Ende fand sich ein junges Paar aus Holland/Belgien, welches die Obermühle kaufen und mit viel Eigenleistung sanieren und umbauen wollte.

Am 14.12.2012, nach Ablauf der drei Jahre, hatte die Gemeindevertretung über den Verkauf der Obermühle für 30.000,00 € (der Betrag entspricht etwa dem, was die Gemeinde beim Erwerb vor etwa sechs Jahren dafür bezahlt hat) zu entscheiden.
Nur die FWG stimmte geschlossen für den Verkauf. SPD, CDU und FDP votierten nicht ganz einstimmig, aber mit Mehrheit dagegen.

Hier die wohl zwei wichtigsten Argumente der Verkaufsgegner:
Den Kaufinteressenten wurde unterstellt, sich mit der Obermühle zu übernehmen, die Sanierung finanziell nicht leisten zu können.
Dem Bürger gegenüber sei es nicht zu verantworten, die Obermühle unter Wert zu verkaufen.

Wie es mit der Obermühle weiter gehen soll, blieb offen. Der Bürgerentscheid habe erst vor 4 Wochen seine Wirkung verloren, daher habe man noch keine konkrete Vorstellung entwickelt.

Kommentar
der FWG zur Entscheidung, die Obermühle nicht zu verkaufen:

Wie müssen sich die Bürger fühlen, die vor drei Jahren für den Bürgerentscheid gestimmt haben? Kaum ist die Wirkung des Bürgerentscheides verstrichen, wird demonstriert, wer hier meint, das Sagen zu haben.
Immer wieder wurde der Bürgerentscheid in der Gemeindevertretung und sicher auch anderswo, in den vergangenen drei Jahren von beim Bürgerentscheid Unterlegenen infrage gestellt. Was für ein Demokratieverständnis?
Ist die für die Obermühlenbefürworter vor drei Jahren beim Bürgerentscheid erfahrene Schmach nun durch die Ablehnung des Verkaufs getilgt und aus der Welt?

Nun ist die Gemeinde weiterhin für alle Risiken um die Obermühle verantwortlich.
Einfach so lassen, wie sie ist und allmählich verfallen lassen? Woher das Geld nehmen, wenn der Denkmalschutz Instandhaltungsmaßnahmen der Gemeinde einfordert?
Die finanzielle Lage der Gemeinde hat sich in den vergangenen Jahren weiter verschlechtert. Die Gesamtverschuldung wird die 15 Mio. €-Marke bald überschreiten. Die Steuern und Abgaben der Bürger müssen erhöht werden.
Jeder € der für die Obermühle ausgegeben wird, muss vom Wehretaler Bürger indirekt mit aufgebracht werden.
Haben das die Gemeindevertreter, die gegen den Verkauf der Obermühle gestimmt haben, wirklich bedacht?

Aufnahmen vom Inneren der Obermühle, am 15.11.2012, während einer Besichtigung der Obermühle mit den Kaufinteressenten, von Wolfhard Austen fotografiert.

Fast flächendeckender Schimmel an der Kellerdecke des Wohnhauses

Hausschwamm im Grenzbereich Wohnhaus/Mühle

Loch zum Dach hin, im Mühlenteil neben dem Wohnhaus