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Die Freien Wähler Hessen ziehen Bilanz

Freie Wähler legen bei Hessenwahl deutlich zu
Stimmenzuwachs mit bescheidensten Mitteln erreicht

Die Freien Wähler in Hessen haben ihr Wahlziel, mit einer Fraktion in den Hessischen Landtag einzuziehen, nicht erreicht. Das wird sich negativ für die Interessen der Kommunen und Kreise auswirken, ist aber demokratisch so entschieden worden und zu akzeptieren. Gleichwohl haben die Freien Wähler sich in Hessen von 0,9 Prozent der Zweitstimmen im Januar 2008 auf 1,6 Prozent im Januar 2009 gesteigert.  Auch in absoluten Zahlen gab es trotz gesunkener Wahlbeteiligung eine deutliche Zunahme von 24.237 Zweitstimmen 2008 auf 42.139 Zweitstimmen bei der aktuellen Wahl.

Damit hat sich der bei den Freien Wählern im Vorfeld der neuerlichen Wahl innerorganisatorisch umstrittene Wiederantritt trotz widrigster Begleitumstände gelohnt. Was in Bayern im Herbst 2008 schon spektakulär Realität wurde, hat sich auf niedrigerem Niveau jetzt auch in Hessen bestätigt: Die Freien Wähler sind auf dem Vormarsch! In Hessen sind die Freien Wähler jetzt nach den in den Medien präsenten Bundesparteien die stärkste politische Kraft unter den ‚Kleinen‘ und werden bei den nächsten Landtags-wahlen auf dem Listenplatz 6 antreten.

Wer fair über das Abschneiden der Freien Wähler in Hessen urteilen will, muss in Rechnung stellen:

  • Die Wahlteilnahme wurde erst am 29. November 2008 in einer Kampfabstimmung beschlossen.
  • Nochmals mussten 1.000 Unterstützungsunterschriften gesammelt werden, was übrigens in Rekordzeit und Rekordzahl gelang.
  • In fast allen Wahlbezirken wurden wegen Zeitnot und organisatorischer Hürden keine Direktkandidaten aufgestellt, also keine Personen und Gesichter gezeigt.
  • Der Wahlkampf in Hessen musste mit sehr geringen Finanzen geführt werden. Für Werbemaßnahmen in den Medien oder für schriftliche Informationen gab es kaum Mittel. Ganze Regionen und Ortschaften waren nicht oder kaum plakatiert.
  • Die Medien selbst haben die Freien Wähler während des Wahlkampfs in der Regel  ignoriert, obwohl inhaltliche Mitteilungen der FW fast täglich verbreitet wurden.

Unter diesen Umständen ist das erzielte Ergebnis umso höher zu bewerten. Der Spitzenkandidat der Freien Wähler in Hessen, Walter Öhlenschläger, zieht ein positives Fazit: „Das Ergebnis von 1,6 Prozent ist für mich nachträglicher Beweis, dass die Entscheidung des Landesdelegiertentages am 29. November korrekt war“.  Öhlenschläger betrachtet den Stimmenzuwachs als wichtige Motivation für die Kommunalwahlen 2011, bei denen die Freien Wähler ihre Position als drittstärkste kommunalpolitische Kraft in Hessen weiter ausbauen und auch in den kreisfreien Städten noch fester Fuß fassen wollen.

Quelle: Wolfgang Hübner, Pressesprecher der Freien Wähler Hessen