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Fragwürdiger Umgang mit Investoren für ein Seniorenheim

Pressemitteilung zum Artikel der Werra Rundschau vom 28.06.2012:
„AWO will das Gelände auch“

Dagegen ist im Prinzip, unter Beachtung und Einhaltung der Regel, Gesetze, Gepflogenheiten und
des kaufmännischen wie politischem Anstand nicht zu sprechen.

Abgelaufenes Ausschreibungsverfahren
Die stadteigene Liegenschaft „Alte Brauerei“ steht seit längerem zum Verkauf. Die Bewerber- und Bieterfrist ist längst abgelaufen. Der Höchstbietende war die Eschweger Firma Grundinvest GmbH. Eine Arbeiterwohlfahrt (AWO) als Bieter war nicht zu vernehmen, weder Interesse noch ein Gebot! Offenbar dem kaufmännischen Anstand und den allgemein üblichen Regeln trotzend, wird mehrheitlich aus dem Magistrat ein gefälligerer Investor gesucht. Man „bewegt“ die AWO, als längst alle Fristen verstrichen sind, zu einer Interessensbekundung an dem Objekt. Man setzt sogar noch eins drauf. Nachdem die Eschweger Grundinvest GmbH die Idee und ihr Vorhaben dem Magistrat und der Öffentlichkeit vorstellten, vereinnahmt man die Idee sowie Konzept und will mindestens ähnliches mit einer, der SPD nahen Arbeiterwohlfahrt entstehen lassen.
So geht man nicht mit Bietern und Investoren um.

Freie Marktwirtschaft:
Während die Gegner der Firma Grundinvest ein zukünftiges Überangebot bei den Seniorenplätzen in den Altenheimen skizzieren, spricht der Altenhilfeplan von ganz anderen Zahlen und somit vom Gegenteil. Es werden nahezu 200 Seniorenplätze bis zum Jahr 2019 fehlen. Was der Geschäftsführer der städtischen Seniorenheime Herr Rost bisher von sich gab, war ausschließlich das Schüren von Ängsten und aus einem angeblichen Überangebot wachsenden Verdrängungswettbewerb. Losgelöst dessen positioniert sich die FWG klar zur freien Marktwirtschaft und dem Wettbewerb zum Vorteil der Bürger. Die erheblichen Nachteile der Planwirtschaft vor Augen habend, dürfen wir diese Form der Planwirtschaft in Eschwege, auch nicht in der Seniorenbetreuung aufkeimen lassen. Und was spricht dagegen, Menschen, die es im Alter zu etwas gebracht haben und über Vermögen verfügen, zu animieren, sich in einem Eschweger Seniorenheim gut gehen zu lassen.

Zuzug generieren:
Prognosen des Bevölkerungsverlustes in den kommenden Jahren(demographischer Wandel) sieht eine dramatisch schlechte Entwicklung für unseren Kreis und unsere Kreisstadt voraus. Diesem will man entgegenwirken. Umso enttäuschter sind wir Freie Wähler, wenn man ein vorzügliches, breit gefächertes Seniorenwohnheimangebot für alle Einkommensklassen bereitstellt und damit Zuzug nach Eschwege generieren könnte, dies aber nicht praktizieren will. Unser Unverständnis, denn die Schlüsselzuweisungen, von denen die Stadt Eschwege und auch der Werra Meißner Kreis profitieren würde gibt es nicht nur für junge Familien, die in unsere Region ziehen würden, sondern für alle Einwohner.

Arbeitsplätze:
Unter Berücksichtigung eines guten Angebots, wirksamer Marketingstrategie für unsere heile gesunde, preiswerte aber vor allem schöne Region werden über die Seniorenbetreuung auch weitere Arbeitsplätze in diesem Segment zusätzlich aber im Gesundheitswesen und im alltäglichen Bedarf entstehen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Hölzel
Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaften Eschwege in der Stadtverordnetenversammlung