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Millionenschatz des Kreises nicht für teuer Geld vergraben

Zehn Millionen EURO sind im Haushaltsplan 2012 des Werra-Meißner-Kreises für den Endausbau der Kreismülldeponie Weidenhausen vorgesehen. Mit gewaltigen Erdmassen soll die Mülldeponie zugeschüttet und rekultiviert werden.

Doch was einmal unliebsamer Müll war ist heute schon Millionen wert. So hat die Uni Gießen festgestellt, dass z.B.in der Mülldeponie von Reiskirchen unterschiedliche Rohstoffe im Wert von 100 bis 150 Millionen EURO lagern. Man geht davon aus, dass die Nutzung der Mülldeponien als Rohstoffquelle in 10 bis 15 Jahren beginnen wird.
Die Uni empfiehlt daher, die Mülldeponie vorher nicht mehr zu rekultivieren.

Die Mülldeponie des Werra-Meißner-Kreises, im Hintergrund Weidenhausen

Inwieweit die Rekultivierung im Werra-Meißner-Kreis noch zu stoppen ist und welcher Wert etwa in der Kreismülldeponie vergraben ist, soll nach dem Willen der Freien Wähler Gemeinschaft geklärt werden. Die FWG Kreistagsfraktion hat dafür einen entsprechenden Antrag für die nächste Kreistagssitzung gestellt.

Der Werra-Meißner-Kreis ist mit über 100 Millionen EURO hoch verschuldet. Es wäre ein schlimmer Schildbürgerstreich heute für die Rekultivierung der Kreismülldeponie zehn Millionen Euro auszugeben, um alles Rekultivierte in naher Zukunft durch den Rückbau zur Rohstoffgewinnung wieder zu zerstören.
Tatsächlich wäre es ein Segen, wenn der Müll von gestern zum Millionenschatz von heute geworden, eines Tages zur Sanierung des Kreishaushaltes beitragen würden.