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Frachtschifffahrt auf der Werra

In der bevorstehenden Kreistagssitzung am 02.09.2011 soll eine Resolution zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen beschlossen werden. Durch die Reform sollen die Bundeswasserstraßen Werra, Fulda und die Weser bis zum Mittellandkanal in Wassertourismusstraßen umgewandelt werden und aus der Verantwortung des Bundes herausgenommen werden. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Hann. Münden soll entfallen. Die Resolution von SPD und Grünen setzt sich für den Erhalt der Verwaltung in Hann. Münden ein und weist auf die wirtschaftliche und touristische Bedeutung von Werra und Weser hin.
Die FWG stimmt dem zu, möchte aber mit einer Resolution mehr als nur Bestandssicherung erreichen. Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region ist von guten Verkehrswegen abhängig. Statt die Mitte Deutschlands mit den Plänen der Bundesregierung gänzlich zum Niemandsland für die Frachtschifffahrt und Unternehmen zu machen die diese nutzen würden (siehe beigefügte Karte des Bundesamtes), muss genau das Gegenteil erfolgen. Die Fa. Adam Richter AG in Hessisch-Lichtenau kann nicht ohne Frachtschifffahrt bestehen, andere Firmen haben bereits Interesse bekundet Fracht mit Schiffen zu transportieren.
Seit dem 16. Jahrhundert gibt es Pläne Werra und Main mit einem Kanal zu verbinden. Diese Pläne wurden immer wieder hervorgeholt und nie endgültig abgeschlossen. Spätestens nach der Grenzöffnung hätte der Ausbau der Werra zur Frachtschifffahrtsstraße, wie der Bau der A 44, wieder zum Projekt Deutsche Einheit gemacht werden müssen. Dieses Versäumnis gilt es jetzt nachzuholen.
Die Verbindung von Frachtschifffahrt und dem Dreieck der Autobahnen 4 + 44 bei Herleshausen – Autobahnen sind ideale Zubringer für sperrige Güter – wird eine Initialzündung für die überfällige wirtschaftliche Entwicklung, verbunden mit vielen neuen Arbeitsplätzen, besonders in unserer bisher schwer gebeutelten Region sein. Es ist davon auszugehen, dass diese Möglichkeit auch vom Land Thüringen unterstützt und genutzt werden wird. Die FWG wird daher die Ergänzung der Resolution um die Forderung nach dem Ausbau der Werra als Frachtschifffahrtsstraße bis Herleshausen beantragen.

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