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Krankenhäuser + Arbeitsplätze sichern

Die Kreistagsfraktion der Freien Wähler ist besorgt über die Entwicklung bei den heimischen Krankenhäusern Eschwege und Witzenhausen. Nach der Pleite mit dem Kartellamt droht nun der Abverkauf der Abteilungen Chirurgie & Kardiologie durch die Kasseler Gesundheit Nordhessen (GNH ) an Dritte, um das Kartellamt doch noch dafür zu bewegen, dem  Kaufvertrag zuzustimmen. Zeigt die GNH bereits jetzt ihr wahres Gesicht?
Unsere Befürchtungen, der neue Eigentümer unserer Krankenhäuser ist nur an den lukrativen Belegbetten interessiert, scheint sich zu bewahrheiten. Die Qualität der Krankenhausleistung wird sich nach unten orientieren, wenn z.B. nur noch die operierenden und behandelnden Ärzte der beiden zum Verkauf angedachten Abteilungen ihren Dienst an einigen wenigen Tagen in unseren Krankenhäusern  ausüben, und die  andere Zeit in weiteren Krankenhäuser arbeiten.
Vorausahnend hat die FWG bereits den Beschlussvorschlag in der jüngsten Kreistagssitzung abgelehnt, nur im Finanzausschuss eine erhebliche Vertragsänderung  final durchzuwinken, und uns für 3 Jahre im unsicheren Niemandsland umherrudern zu lassen, bis evtl. die Bundeskartellbehörde nochmals, wie auch immer, entscheidet.
Die Forderung der Mitarbeiter der Krankenhäuser, dass der Werra Meißner Kreis auch zukünftig  Eigentümer und Betreiber der beiden Krankenhäuser bleiben soll, und die jetzige extern bestellte Geschäftsführung für den Weiterbetrieb zu verpflichten, ist mit hoher Sicherheit nur unter den momentanen Bedingungen richtig. Aber was ist, wenn sich durch eine erneute Gesundheitsreform nach der Bundestagswahl die Bedingungen für kleine Krankenhäuser erneut verschlechtern?
Die jetzige Geschäftsführung hat mit den Fehlern der Vergangenheit aufgeräumt und mit der Sanierung der beiden Krankenhäuser den dringend benötigten Erfolg präsentiert.
In die Krankenhäuser sollen mehr als 20 Mio. Euro zur Wettbewerbsicherung und für die zeitgemäße Patientenversorgung investiert werden. Selbst mit den in Aussicht gestellten Subventionen von Land und Bund, ist der kreiseigene Anteil, bei der maroden und verschuldeten Haushaltslage des Kreises, kaum zu stemmen.
Bereits 2008 plante man den Wegfall von über 200 Krankenkassen und prognostizierte die Schließung von über 500 Krankenhäuser in Deutschland. Zu der Zeit ging es unserer Finanzwirtschaft und unseren Unternehmen in Deutschland noch gut. Dem Gesundheitswesen ging es besser als heute.
Wir Freien Wähler sind uns sicher, dass bereits nach den bevorstehenden Bundestagswahlen, die Realität  aus Finanz- und Wirtschaftskrise und den Auswirkungen aus der hohen Kurzarbeiter- und Arbeitslosenzahl auch im Gesundheitswesen durchschlagen wird. Wir prognostizieren, „dass eine weitreichendere Gesundheitsreform bereits in der Schublade liegt, welche nach der Bundestagswahl, egal von welcher Regierung, „gezündet wird“. Dann wird auch die jetzige Geschäftsführung  Probleme bekommen, beide Krankenhäuser mit schwarzen Zahlen weiter zu führen.
Die Frage, die nicht erst  später sondern heute gestellt werden muss, lautet:
Wer wird dann unsere Krankenhäuser noch übernehmen wollen?
Wir sind davon überzeugt, dass für das Überleben unserer beiden Krankenhäuser in Eschwege und Witzenhausen  jetzt  ein starker Partner benötigt wird, der in der Lage ist, den Kliniken Aufgaben zu erteilen und Abteilungen so zu spezialisieren, dass sie unter den zukünftigen Marktbedingungen die nötigen Einnahmen im Gesundheitswesen sicher stellen können, welche für die Betriebsführung und Reinvestitionen dringend benötigt werden .
Wer eine sichere Zukunft für unsere Krankenhäuser und die Arbeitsplätze im Auge hat, hat keine Wahl. Jetzt können unsere Krankenhäuser positive Zahlen vorweisen, was in 3 Jahren sehr fraglich ist. Daher muss jetzt ein neues Bieterverfahren durchgeführt werden. Dieses Ziel werden wir von der Freien Wähler Gemeinschaft verfolgen.