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Projekt Medi-Bus fehlgeschlagen

Das Projekt, mit dem Medibus ein Hausarztangebot zu integrieren und dem Mangel an diesen Ärzten zu begegnen, ist schon nach kurzer Zeit fehlgeschlagen. Der Bedarf an fach- und hausärztlicher Versorgung lässt sich damit nicht ansatzweise abdecken, stellt Dr. Claus Wenzel, Landtagskandidat der FREIEN WÄHLER im Wahlkreis 10, fest.

Der hohe Bedarf an ärztlicher Leistung in hiesiger Region muss endlich von der hessischen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) erkannt werden. Ihrem Bedarfsplan liegt ein antiquiertes Rechenschema zugrunde. Hiernach sind zum Beispiel im Versorgungsbereich Sontra, zu dem neben Sontra noch Nentershausen, Cornberg und Herleshausen gehören, nur 3,5 Hausarztstellen unbesetzt.

Nach Ansicht des FW Kandidaten für den Wahlkreis 9, Andreas Hölzel, verniedlicht dieser unrealistische Bedarfsplan das große Problem zu einem unerträglichen und gegenüber der Bevölkerung unverantwortlichen Zustand.

Hölzel und Dr. Wenzel möchten die redlichen Bemühungen der Verantwortlichen, mit der mobilen Arztpraxis etwas Gutes für die arztsuchende Bevölkerung tun zu wollen, nicht schmälern. Ein eng getakteter Fahrplan, 2 Sitzplätze im „Wartezimmer“ des Medibus, egal bei welchen Wetterverhältnissen, sind eine haltlose Zumutung.

Das bisherige Angebot sei eben nur ein Tropfen Wasser in einer leeren Badewanne und der reiche nun mal zum Baden nicht aus, so Hölzel.

Die Freien Wähler bekräftigen ihren, bereits im Kreistag des Werra-Meißner-Kreises vorgebrachten Vorstoß zur wirkungsvollen Bekämpfung des Ärztemangels und gesundheitlichen Versorgung durch die kommunale Bereitstellung von Arzt- bzw. Gemeinschaftspraxen und Gesundheitszentren, finanzielle Anschubunterstützung durch das Land, nötigenfalls die Anstellung von Haus- und Fachärzten durch die Kommune. Die Städte Eschwege und Sontra sind da bereits auf einem richtigen und zukunftsweisenden Weg.

Ergänzend müssen die KV`en ihre Richtlinien schnellstens, den Realitäten entsprechend, optimieren. Das Gesundheitswesen in Deutschland muss von der überhand nehmenden Regelungs- und Dokumentationswut befreit werden. Diese führen dazu, dass ein Arzt bereits mehr als 50 % seiner Arbeitsleistung für Administration geradezu verschwendet.  Weitere Hemmnisse sind die Patienten- und Fallpauschalen, Budgetierung- und Verschreibungsverordnung sowie die möglichen Regressforderung der Kassen gegenüber dem Arzt und seinen Verordnungen. Diese gilt es, unverzüglich durch Wegfall, zumindest durch deren Lockerung zu überarbeiten. Mit diesen Maßnahmen wird es gelingen, den Haus- und Fachärztemangel in ländlich strukturierten und somit in unserer Region erfolgreich zu begegnen, so Hölzel und Dr. Wenzel unisono.