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NVV Winterfahrpan 2009/2010

Gedanken zum NVV Winterfahrplan 2009/ 2010

Nicht alle Neuerungen bei dem kommenden Winterfahrplan des NVV, welcher im Dezember 2009 in Kraft tritt, sind für die Nutzer rosig. Das kritisieren die Mitglieder der Kreistagsfraktion der Freien Wähler des Werra Meißner .

Die FWG begrüßt, dass die Bürger der Kreisstadt durch den neuen Eschweger Bahnhof nahezu im Stundentakt in Richtung Norden bzw. Süden fahren können. Aber, das konnten Sie früher auch schon, nur von Eschwege- West aus.
Und dass man jetzt von Eschwege nach Frankfurt im günstigsten Fall 2 Std. 20 Min. benötigt, wird vergleichsweise Wenige interessieren. Allerdings sind die Eschweger die einzigen Bahnnutzer, für die die Fahrzeiten tatsächlich günstiger sind. Spürbare Vorteile gegenüber der bisherigen Lösung haben aber auch nur die, die in unmittelbarer Nähe des neuen Bahnhofs wohnen. Alle anderen, sind wie bisher auf PKW, Bus oder Taxi angewiesen.

Viel bedeutender ist der zukünftige Fahrplan für die unmittelbaren Nachbargemeinden in nördliche bzw. südliche Richtung., wie z.B. Bad Sooden- Allendorf oder Reichensachsen. Denn die dortigen Zugbenutzer müssen sich zukünftig grundsätzlich auf eine Fahrzeitverlängerung von mind. 12 Minuten einstellen.
Denn wenn der Fahrgast nicht genau darauf achtet, in welchen Zug er steigt, dann steht er nämlich eine halbe Stunde in Eschwege auf dem „Abstellgleis“.
In Richtung Norden passiert das von Montag bis Freitag 6 x und in Richtung Süden 5 x täglich, samstags und sonntags sogar noch häufiger. Das Ergebnis dieses Fahrplans wird sein, dass zumindest diese beiden Bahnhöfe weniger frequentiert werden als bisher. Dann wird man nämlich mit dem Auto nach Eschwege fahren oder gleich bis zum eigentlichen Ziel. Und die Gemeinden müssen sich dann fragen, ob sie nicht umsonst in ihre schön restaurierten Bahnhöfe und deren Umfeld investiert haben

Der Zugnutzer des Durchgangsverkehrs wird zukünftig mehr für seine Fahrkarte bezahlen, da die Gesamtstrecke nach Eschwege hin und zurück ca. 6 km länger wird und der Fahrpreis in der Regel sich nach den Kilometern errechnet.
Die Freien Wähler bezweifeln, dass der neue Fahrplan lange Bestand haben wird. Für viele Pendler, die in anderen Bahnhöfen als in Eschwege einsteigen, verlängert sich wie wir jetzt wissen, die Fahrtzeit um mind. 12 Min, im Extremfall sogar um 30 Minuten. Sie befürchten, dass da so mancher wieder lieber mit seinem Auto fahren wird.
Der öffentliche Personennahverkehr wird mit erheblichen öffentlichen Mitteln von Bund und Land subventioniert. Diese Mittel reichen jetzt schon nicht aus und werden zukünftig, wie bereits angekündigt, noch drastisch reduziert. Die Folge wird sein, dass man zunächst einmal an den bestehenden Buslinien sparen wird, um nicht gleich zugeben zu müssen, dass der neue Bahnhof eine „Fehlinvestition“ ist. Sind die Proteste der Busnutzer dann laut genug, so wird man die Zugverbindung ausdünnen.
Die Freien Wähler sind der Meinung, dass schon der jetzige Fahrplan den selbst gestellten Ansprüchen seiner Planer und Förderer nicht gerecht wird und später, wenn die Fahrgastzahlen nicht den Erwartungen entsprechen, noch viel weniger.

Die FWG regt daher die Verantwortlichen im NVV dazu an, den geplanten Zugfahrplan auf den Prüfstein zu stellen.