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Nicht hinzunehmen – Hunderte von Arbeitsplätzen in Gefahr

Ergänzung der Veröffentlichung vom 08.01.2016:

Der von der FWG geäußerten Forderung, das vorläufige Insolvenzverfahren, in welchem sich die Firma Friedola befindet, seitens der Öffentlichkeit und Politik positiv zu begleiten und zu unterstützen, wird nochmals Nachdruck verliehen.

In dem Fall des vorläufigen Insolvenzverfahrens ist es eben nicht fünf Minuten nach zwölf sondern eben erst fünf Min vor zwölf und dient in der Regel dazu, ein in Schieflage geratenes Unternehmen zu retten und bei der Sanierung zu unterstützen. Alles andere würde auch keinen Sinn machen.

Die Freie Wähler Gemeinschaft (FWG) ist grundsätzlich der Meinung, die Politik solle sich aus dem Wirtschaftsgeschehen weites gehend heraushalten und Wirtschaftskräften unbeeinflusst freie Hand lassen. Seit Jahrzehnten kritisiert und bemängelt öffentlich die FWG die staatliche Subventionspolitik.

In dem Fall der hiesigen, alteingesessen Unternehmen hatte der wirtschaftliche Einfluss der Bundes- und Landespolitik dramatische Auswirkungen. Der Wegfall von Investitionszulagen und Sonderabschreibungen für im ehemaligen Zonenrand arbeitenden Unternehmen, gleichzeitig das Einrichten solcher, darüber hinaus noch aufgestockter Finanzhilfen und andererseits gewährte Lohnabschläge für die Unternehmen in den 5 neuen Bundesländern, werden hierfür exemplarisch von der FWG genannt.

Wenn also, wie in diesem Fall, die Politik der Mitverursacher von Schieflagen auszumachen ist, dann ist es folgerichtig, dass auch die Politik bei der Sanierung gefordert ist.

Der Nachdruck muss von hiesiger Kommunalpolitik und mit öffentlichem Druck geschehen. Wenn der Landrat in einer Zeitungsmeldung verlauten lässt, der Werra Meißner Kreis könne einem Privatunternehmen keine finanzielle Hilfe geben, gleichwohl den Kontakt zu der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen vermitteln, ist das in den Augen der FWG zu wenig, bei dem Gedanken daran, dass es sich bei dem hilfebedürftigen Unternehmen um einen bedeutenden großen Arbeitgeber handelt, ist dies der Sache mit inhaltslosen Sätzen wenig dienend und eher beschämend.

Die nahezu 400 direkt beschäftigten Mitarbeiter der Firma Friedola haben schon eine immense Wirtschaftskraft für unseren, eh schon wenig arbeitsplatzbietenden Kreis. Man kommt auch nicht umhin, die bedrohten Arbeitsplätze aus dem Umfeld einer solchen Firma mit ca. 150 bis 200 zu benennen und hinzu zu addieren. Bei einem erfolglosen vorläufigen Insolvenzverfahren und Abwicklung anstatt Sanierung der Firma wäre die Bevölkerung des Werra Meißner Kreises wieder einmal der Verlierer. Ein fatales Zeichen von Hilflosigkeit, nur weil man sich seitens der Wirtschaftsförderer, der hiesigen Banken und den verantwortlichen der Kreisverwaltung nicht andere Hilfestellung vorstellen will oder kann.

Die Veröffentlichung vom 08.01.2016:

Hinsichtlich des laufenden Insolvenzverfahrens bei einem der letzten industriellen und bedeutenden Arbeitgeber in unserer Region  FRIEDOLA,  fordert die Kreistagsfraktion der FWG unverzügliche Hilfestellung ein.

Die negativen Auswirkungen, der seit Jahrzehnten von der FWG kritisierten Subventionspolitik  und des Fördergefälles von Bund und Land, haben wieder ein schlimmes Beispiel für unsere, in dieser Hinsicht stark geschwächten Region erhalten. Die Politik, die das Fördergefälle nicht beseitigt hat ist nun in der Pflicht, die  knapp 400 Arbeitsplätze zu erhalten.
Eben knapp 400 Friedola Mitarbeiter, welche unmittelbar betroffen sind, weitere schätzungsweise  150 – 200 Arbeitsplätze aus dem Umfeld der Firma und zusätzlich  die durch wegfallende Aufträge sowie schwindender Kaufkraft wegfallen werden, stehen zur Diskussion.
Wenn wir sehen, welche weitreichende Hilfe bei der Bankenrettung oder  anderer Branchen und Unternehmen anderenorts möglich gemacht wurde und wird, veranlasst die FWG Kreistagsfraktion größtmöglichste Hilfestellung bei der geplanten Rettung des angeschlagenen Unternehmens einzufordern. Neben Bundes- und Landesförderung  muss aber auch der Werra Meißner Kreis, die Wirtschaftsförderung und die Banken tätig werden. Und das nicht hinter verschlossenen Türen und vorgehaltener Hand, sondern mit großem  Engagement und notwendiger Transparenz und dem Druck aus der Öffentlichkeit.

Wir können bei dem Kampf, den wir um den demographischen Wandel betreiben und dem  Erhalt der Einwohnerzahl nicht zulassen, dass ein, im vorläufigen Insolvenzverfahren stehender großer Arbeitgeber mit seinem Insolvenzverwalter, in der schwersten Krise der Unternehmensgeschichte, allein gelassen wird. Die Chancen auf eine erfolgreiche Sanierung muss mit allen erdenklichen Maßnahmen unterstützt werden, auch wenn man aus der Praxis weiß, dass die größere Zahl, der im Insolvenzverfahren stehenden Unternehmungen, eher „zerschlagen und abgewickelt“ als weiter betrieben werden.

Hier darf nach Meinung der FWG nichts unversucht bleiben.