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Klimaschutz um jeden Preis?

windkraft solardach
Stromerzeugung ohne Wind und Sonnenschein weiter mit Atomkraftwerken

Die FWG hat für die Kreistagssitzung am 12. Juni 2015 eine Aktualisierung des Klimaschutzkonzeptes beantragt. Das Klimaschutzkonzept des Werra-Meißner-Kreises wurde vom Kreistag am 27.02.2012 einstimmig beschlossen. Ziel ist eine Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2050 um 70%.

Hier das Klimaschutzkonzept zum Herunterladen (einfach auf die nächste Zeile klicken):
2012.03.23._Klimaschutzkonzept_WMK

Zur Erreichung des Zieles waren erste Schritte bereits für 2012 vorgesehen.
So sollten zum Beispiel durch die Etablierung emissionsarmer Mobilität in der Kreisverwaltung mittels Bahngroßkundenticket, Einsatz von e-bikes durch den Landrat und 1. Kreisbeigeordneten und einem Schulprojekt Fahrradförderung, erste Einsparungen erzielt werden.

Bis 2015 sollte es Fortschritte bei der Umsetzung von Windenergieplänen, beim kommunalen Energiecontracting, der Reststoffnutzung, der Dämmung von Privathaushalten, im Verkehr durch e-bikes sowie bei Internet-Fahrgemeinschaften und Energiestammtischen geben.

Der bundesweite Fortschritt bei der Erzeugung erneuerbarer Energien hat inzwischen zu neuen Erkenntnissen über ihre tatsächliche Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit geführt.
Die Erzeugung von Solar- und Windenergie ist noch immer vom schwankenden Sonnenschein und Wind abhängig. Eine praktikable Speichertechnologie ist noch immer nicht in Aussicht. Die Folge daraus ist, dass es herkömmliche Kraftwerke weiter geben muss, deren Auslastung bei Wind und Sonne gering ist. Trotzdem ist ein Standby-Betrieb nötig, um jederzeit auf Schwankungen im Stromnetz reagieren zu können.
Wenn Wind und Sonne aber ungenügend zur Verfügung stehen, müssen herkömmliche Kraftwerke Maximalleistung erbringen. Dadurch jedoch arbeiten sie unwirtschaftlich und mindern insgesamt die CO2-Einsparung durch Solar- und Windtechnik.
Elektrischer Strom muss daher zeitweise aus herkömmlichen Kraftwerken anderer Ländern teuer hinzu gekauft werden und bei Überkapazitäten unter Preis ins Ausland verkauft oder verschenkt werden. Negative Einflüsse auf Orts- und Landschaftsbilder sowie die Umwelt und Gesundheit der Menschen kommen hinzu. Windräder erschweren zudem die Wettervorhersage.

Im Klimaschutzkonzept des Werra-Meißner-Kreises bleiben alle diese Erkenntnisse unberücksichtigt.

Wo aber soll die elektrische Energie herkommen, wenn es weder genügend Wind noch Sonne gibt?
Welchen Einfluss haben Wind- und Solarenergie auf die Wirtschaftlichkeit und auf den Preis der Gesamtenergieerzeugung?
Wie sieht unter diesen Bedingungen die effektive CO2-Einsparung durch Windkraft tatsächlich aus?
Ist das Ziel des Klimaschutzkonzeptes aus 2012 unter Berücksichtigung der neuen Erkenntnisse überhaupt erreichbar?

Die FWG ist für ein realisierbares Klimaschutzkonzept. Ein Konzept um jeden Preis, dessen Ziele nur schwer erreichbar sind, macht für die FWG keinen Sinn.

Wie steht es um die Umsetzung der geplanten Maßnahmen bis 2015? Offensichtlich gibt es bereits dabei Defizite: E-bikes als Diensträder für Landrat und Ersten Kreisbeigeordneten sind der FWG jedenfalls nicht bekannt.