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Rettung des Eschweger/Meinharder Werratalsees

Werratalsee- Entwicklung- aktueller Stand- Prognose-

Verwaltungsseitige Versäumnisse sieht die FWG bislang nicht. Mangelnde Transparenz, wie sie die SPD dem Eschweger Bürgermeister Heppe vorwirft, ist nicht richtig. Sämtliche Ausschüsse waren öffentlich. Protokolle und Gutachten können im Rathaus von der Bevölkerung eingesehen werden. Nur bei dem jüngsten Gutachten besteht, seitens des Verfassers, noch ein Sperrvermerk und darf somit noch nicht im Internet veröffentlicht werden.

Die Freie Wähler Gemeinschaft (FWG ) befürwortet die bisher geleistete Arbeit zur Minderung der Cyanobakterien im Werratalsee mit der Instandsetzung der Kanalisation in Meinhard- Schwebda und mit dem Abfischen eines großen Teils des Karpfen und Brassen Fischbestands (7 Tonnen)

Insgesamt bemängelt die FWG diverse widersprüchliche Ausführungen von dem Gutachter Schuller, entzieht ihm das Vertrauen und fordert einen neuen kompetenten Wasseringenieur, welchen wir mit unserem dringenden Algenproblem und der giftigen Cyanobakterien in der Zukunft betrauen können.

Weiterhin:

1) Die FWG vermutet, dass das über Jahre praktizierte, großflächige Abmähen der Unterwasserpflanzen im Werratalsee negative Folgen hat. Ohne, dass im Anschluss der Mäharbeiten ein Großteil des Grünschnitts eingesammelt wurde, fiel dieser zum Seegrund und verrottet nun über Jahre und bildet nun Nährstoff für Cyanobakterien.

2) Das Nichtmähen der Unterwasserpflanzen hätte jedoch Gutes bewirkt: die Unterwasserpflanzen sind aus Gründen der Wasserreinhaltung höchst sinnvoll, denn sie stehen in der Nahrungskonkurrenz zu den giftigen Blaualgen.

Mähte man die Unterwasserpflanzen, wie im Werratalsee leider über Jahre, für die diversen ausgetragenen Rudermeisterschaften geschehen, ab, wurde somit einer explosionsartigen Ausbreitung der Blaualgen Vorschub geleistet!

3) Die FWG vermutet, dass der im Ostteil des Sees weiterhin zu messende hohe Anteil an Phosphateinträgen, welche auf eine undichte Kanalisation Schwebdas herrühren soll, nicht der alleinige Grund für die hohen Phosphoreinträge in das Seewasser ist.

Bei der FWG hatte sich die Vermutung über Jahre verstärkt, dass die Überdüngung, welche in der Landwirtschaft nicht unüblich, so auch bei den Werratalsee- und Werraflussnahen Feldern Anwendung findet, als ein weiterer Grund zu benennen ist.

Ein solch niederschlagsreiches Jahr, wie 2014 spült dann ausgebrachte Gülle und Tierkot aus der Landwirtschaft und Gärreste aus Biogasanlagen von den Feldern in Bäche und somit in die Werra und den See. Zusätzlich kann der Eintrag über sich selbstständig gebildeten Drainage und unterirdischen „wilden“ Kanälen durch Erdreich und Kies in den Fluss oder See laufen. Dazu bedarf es keiner defekten Kanalisation in Schwebda.

Aus dieser Möglichkeit heraus muss dringendst ein Düngeverbot um den See von ca. 2 km Umkreis und eine minimale Düngung, unter Ausschluss von Gülle, Tierkot sowie Gärresten vom Landkreis und den betroffenen Kommunen, gegenüber der Landwirtschaft ausgesprochen werden

4) Eine Wasserstandanhebung des Sees kann aus den Gründen des sich ergebenden hohen Wasserdrucks auf die Dämme, insbesondere auf den, auf dem die B 249 nach Wanfried / Mühlhausen führt, nicht ausgeführt werden. Desweiteren würde erhöhter Seewasserdruck derart auf das Grundwasser drücken, dass somit dann die Gefahr besteht, dass Grebendorf buchstäblich „absäuft“

5) Zudem benötigen wir die Retentionsfläche für die zukünftigen Zeiten von Hochwasser

6) Da die Werra somit immer einen höheren Wasserspiegel als der benachbarte See haben wird und eine Einleitung von phosphathaltigen Substanzen von Gebieten weiter östlich unserer Region nicht abgestellt werden wird / kann, befürwortet die FWG eine Abdichtung des Dammes zwischen Werra und See.

7) Der Möglichkeit der Aluminiumbehandlung des Seewasser erteilt die FWG Fraktion wegen ihrer Gesundheitsgefährdung eine klare Absage.

Zu anderen möglichen Maßnahmen steht die FWG offen gegenüber und ist diskussionsbereit.

8) Die Finanzierung. Hier ist die FWG davon überzeugt, dass es sich bei der Rettung des See´s um eine rentable Investition handelt zu der, selbst bei der schwierigen Haushaltslage, eine Kreditaufnahme befürwortet werden muss.

FWG Eschwege, Fraktion

Andreas Hölzel