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Ihre Kandidaten für die Landtagswahlkreise 09 + 10

Am 22. März versammelten sich Mitglieder der FREIEN WÄHLER in Eschwege zur Wahl der Wahlkreiskandidaten für die Landtagswahl am 28. Oktober 2018.

Beate Oetzel und Andreas Hölzel kandidieren für den Wahlkreis 09

Für den Wahlkreis 09 wurde als Ersatzkandidatin die Vorsitzende der FWG-Fraktion in der Witzenhäuser Stadtverordnetenversammlung, Beate Oetzel, selbständige Kauffrau, gewählt.

Kandidat wurde Andreas Hölzel, Vorsitzender der FWG-Fraktion in der Eschweger Stadtverordnetenversammlung, Kreistagsabgeordneter und von Beruf Kaufmann. In den vielen Jahren seiner kommunalpolitischen Tätigkeit hat er sich auch konsequent und erfolgreich in der Regionalversammlung der Planungsregion Nordhessen für die Stärkung unserer Region eingesetzt.

Themen, welche der Wahlkreiskandidat Andreas Hölzel jahrelang vorgebracht hatte, sind die Einforderung und strikte Umsetzung des Konexitätsprinzip bei Bundes- und Länderanordnungen (wer bestellt muss auch bezahlen) sowie die auskömmliche Finanzausstattung der Kommunen (nötigenfalls mit Klage, was auch entsprechend so passiert ist). Ein weiterer Baustein ist das Zurückfahren der kommunalen Schuldenaufnahme, der Schuldenabbau und zukünftige Investitionen unter Berücksichtigung der Kosten und Folgekosten bei und für die Selbstbestimmung der kommunalen Hand zum Wohle der Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Die Freien Wähler hatten in der jüngsten Vergangenheit Erfolg bei der Forderung der Aufnahme der Kindertagesstätte in die kostenfreie Bildung Hessens mit aufgenommen zu werden.  Hölzel und Oetzel galten dabei  als treibende Kräfte.  Nun gilt unser Augenmerk auf die bestmögliche Umsetzung dieser Forderung „Kitafrei“ und streiten dafür im Sinne der Kinder und Eltern.

Die Straßenausbausatzung der hessischen Städte, so auch die in unserem Wahlkreis 9 (Eschwege/ Witzenhausen / Nieste) welche für den ansässigen Hauseigentümer teils ruinöse und existenzgefährdende Kostenübernahmen der Straßeninstandsetzung abverlangt, müssen umgehend, nötigenfalls per Gericht gestoppt werden. Hölzel verweist auf die bereits bezahlte Grunderwerbssteuer, der Anliegerbeiträge, der jährlich anfallenden und vom Grundstücksbesitzer zu entrichtende Grundsteuer.  Die hohen Kosten der Straßensanierung, mit der Begründung der verschuldeten Kommune, auf den Grundstückseigentümer abzuwälzen, ist nicht hinnehmbar und gehört von uns bekämpft. Die Straßen werden von der Allgemeinheit genutzt, also muss auch die Allgemeinheit (der Staat) für die Instandhaltung bezahlen.  Bürger, welche bereits zur Zahlung verpflichtet wurden, sind davon im Nachgang zu befreien und die Gelder zurück zu erstatten.

Ein weiteres Hauptthema ist das Gesundheitswesen und die ärztliche Versorgung auf dem Land. Ein Grundübel ist die Kassenärztliche Vereinigung (KV), die nach antiquierten Bemessungs- und Verteilerschlüsseln Bedarfe und Genehmigungen für Arztpraxen erteilt.  Ein weiteres Übel ist die Überregulierung im Gesundheitswesen sowie die zu stemmenden hohen Investitionen für eine moderne Praxis und die wenige Freizeit der im Gesundheits- und Pflegewesen tätigen.  Hölzel fordert die Förderung von Gemeinschaftspraxen. Denkbar wäre auch, dass die Kommune diese Praxen einrichtet und vermietet. Ein weiterer Schritt könnte die Einstellung von Ärzten und nötigem weiteren Personal mit Arbeitsverträgen der kommunalen Hand sein.  Über 60 % der im Gesundheitswesen arbeitenden sind weiblich. Angemessene Entlohnung, Möglichkeiten zur Familienplanung und geregelte Arbeitszeiten sind Grundvoraussetzung für ein funktionierendes System, welches im ländlichen Bereich leider nur noch in Ausnahmen gegeben ist.  Da gilt es unverzüglich gegenzusteuern, so unisono Andreas Hölzel mit der Ersatzkandidaten Beate Oetzel.

Dr. Claus Wenzel und Holger Schiller kandidieren für den Wahlkreis 10

Für den Wahlkreis 10 (Rotenburg) wurde als Ersatzkandidat Holger Schiller gewählt. Direktkandidat wurde Dr. Claus Wenzel. Beide bedankten sich für das einstimmige Wahlergebnis und das damit in sie gesetzte Vertrauen.

Holger Schiller, Versicherungsmakler, Kreistagsabgeordneter und ÜWG-Fraktionsvorsitzender aus Waldkappel, ist als Fußballschiedsrichter über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Der Ersatzkandidat ist verheiratet, hat zwei eigene Kinder und einen Pflegesohn. Als Vereinsmensch und Schöffe ist Holger Schiller mit der Region verwurzelt.

Dr. Claus Wenzel ist FWG-Gemeindevertreter in Wehretal und Kreistagsabgeordneter. Der zweifache Familienvater und Ehemann ist gelernter Industriekaufmann, unterrichtet an den Beruflichen Schulen Eschwege und vertritt im Gesamtpersonalrat am Schulamt in Bebra die Interessen der über 2200 Lehrkräfte aus Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner. Darüber hinaus ist der Dipl. Handelslehrer und Dipl. Ökonom Lehrbeauftragter an der Universität Kassel und  IHK-Prüfungsvorsitzender. Der Landtagskandidat kennt den Wahlkreis gut. Früher hat er mit der Tanzband „Sloopys“ auf fast jeder Kirmes in der Region gespielt.

„Die freien und unabhängigen Wählergemeinschaften sind in Hessen drittstärkste kommunalpolitische Kraft. Wir haben ein Potenzial von mindestens 25 Prozent. Unser Ziel sind 7 Prozent der Zweitstimmen. Ich würde mich freuen, wenn mir die Wählerinnen und Wähler ihr Vertrauen und ihre Erststimme schenken, um das Direktmandat im Wahlkreis 10 zu gewinnen“, so Dr. Wenzel. Die Chancen stünden gut, da der direkt gewählte Abgeordnete nicht mehr antritt.

Die FREIEN WÄHLER setzen sich vor allem für die Abschaffung der Kindergartengebühren und Straßenausbaubeiträge ein. Unter www.strabs-hessen.de sammeln die FREIEN WÄHLER online Unterschriften für eine Petition zur Abschaffung der Straßenbeiträge. Ab 15.000 Unterschriften müsse sich der Hessische Landtag mit der Forderung beschäftigen.

„Jeder Mensch in Hessen soll eine gute und kostenlose Bildung vom Kindergarten bis zur Hochschule erhalten. Der Bildungs- und Berufserfolg darf nicht von der sozialen Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern abhängen“, so Wenzel und Schiller. Um die Region wirtschaftlich zu fördern, sollen standortunabhängige Arbeitsplätze durch ein flächendeckendes und schnelles Internet aufs Land geholt werden. Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum könne durch kommunal eingerichtete Arztpraxen gewährleistet werden. Notfalls müssten Kommunen Mediziner einstellen und ihnen geregelte Arbeitszeiten bieten, die mit deren Familienleben vereinbar seien.

Dr. Claus Wenzel und Holger Schiller sind überzeugt, dass die FREIEN WÄHLER eine echte Bereicherung für den Landtag wären, weil sich die etablierten Parteien dann mehr anstrengen müssten. „Das Sondierungstheater in Berlin, wo Posten wichtiger waren als Inhalte, hat gezeigt, dass die FREIEN WÄHLER gebraucht werden.“