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Rede der FWG-Fraktion zum Neubau des Verwaltungsgebäudes in Eschwege

Vorgetragen vom Fraktionsvorsitzenden der FWG Werra Meißner, Waldemar Rescher
(siehe auch: Architektenwettbewerb „Schlosssanierung“ – Kosten zu wenig berücksichtigt?):

„Der Architektenwettbewerb und das Verfahren sowie die Informationen der Fraktionen waren bis zum Ergebnis der 3 ausgewählten Vorschläge und dem Abschluss der Arbeit der Jury aus meiner Sicht sehr transparent und nicht zu beanstanden. Das Preisgericht arbeitete effektiv und nachvollziehbar, die drei ausgewählten Vorschläge waren überzeugender als andere.

Doch als dann die Beschlussempfehlung zur Auftragsvergabe für einen dieser drei Vorschläge am 20.06.2016 in der Sitzung des Finanzausschusses fallen sollte, hätten wir als FWG-Fraktion uns gewünscht, ebenso transparent und vor allem gründlich ins Detail gehen zu können, um die Vorzüge und Kosten der einzelnen Entwürfe beraten zu können.

Leider wurden wir zur Finanzausschusssitzung schon damit überrascht, dass der Kreisausschuss sich für einen Entwurf entschieden hatte, ohne dass wir diese Entscheidung nachvollziehen konnten oder ohne dass uns die aus unserer Sicht wichtigen Faktoren zur Entscheidungsfindung genannt wurden.

Die Punktevergabe war für uns kaum nachzuvollziehen, und die Fragen nach dem Raumprogramm oder den Kosten wurden ebenfalls nicht konkret benannt.

In den letzten Jahren gab es zahlreiche Beispiele für die aus dem Kostenrahmen gelaufene Bauten der öffentlichen Hand: der Flughafen Calden, der neue Berliner Flughafen oder die Elbphilharmonie sind dabei die Bekanntesten. Daher ist es m.E. umso zwingender, sich schon bei den Entwürfen mit den voraussichtlichen Kosten auseinander zu setzen.

Lediglich die Aussage, nach der alle Vorschläge im Kostenrahmen blieben, war dabei nicht wirklich hilfreich.

Bei drei unterschiedlichen Entwürfen wird es auch unterschiedliche Kosten-schätzungen geben, so ist ein Bauen mit vorhandenen Gebäudeteilen anders zu bewerten als ein kompletter Neubau. Unterschiedliche Höhen der Gebäude sind schwieriger anzugleichen, man braucht mehr Fahrstühle mit den entsprechenden Folgekosten und so fort. Auch ist es teurer, einen Sitzungssaal über die Hoffläche und mit teilbegrüntem Dach zu bauen, oder zwei Gebäude durch einen dritten zu erstellenden Flügel zu verbinden, als wenn eben nur zwei Gebäude erstellt werden.

Somit hätte sich meine Fraktion gewünscht, dazu mehr Detailinformationen vor einer gemeinsamen Entscheidung zu erhalten.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir daher auf dieser Grundlage keine abschließende Entscheidung für eine Auftragsvergabe treffen konnten und die Ihnen gestern durch die Verwaltung mitgeteilten Fragen an den Kreisausschuss stellten.

 Die Beantwortung der Fragen schafft nun mehr Klarheit, und diese Klarheit hätte doch in der Finanzausschusssitzung schon geschaffen werden können.

Da die FWG-Fraktion sich als Urheber der Idee, das Schlosshotel anzukaufen und umzubauen, bezeichnen kann, ist es für uns umso wichtiger, dass diese Baumaß-nahme ein Erfolg wird und auch die Kosten im Rahmen bleiben. Daher bedanke ich mich für die Beantwortung der Fragen bei Dr. Wallmann und bei der Verwaltung. Hätte man vor 2 Jahren gleich auf uns gehört, wären wir jetzt schon viel weiter.

Für die FWG-Fraktion wird allerdings nun die Frage wichtig, ob die Gesamtkosten für die Modernisierung und Sanierung der Verwaltungsgebäude einschließlich des Landgrafenschlosses ausreichen. Wir möchten zusammen mit Ihnen und den Bürgerinnen und Bürgern des Werra-Meißner- Kreises keine bösen Überraschungen erleben.

Sodann spricht Dr. Wallmann in seinen Antworten von der Einhaltung der KALKULIERTEN Gesamtkosten. Ich gehe davon aus, dass diese Kalkulationen auch gut begründet sind.

Im Fazit stelle ich fest, dass die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft der Beschlussempfehlung des Finanzausschusses folgen kann und danke für Ihre Aufmerksamkeit!“

 

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